Welche Versicherung deckt Photovoltaik sinnvoll ab?

Eine kostengünstige Möglichkeit, eine Photovoltaikanlage versichern zu lassen, ist die Wohngebäudeversicherung. Häufig ist die zusätzliche Versicherung der Photovoltaik sogar beitragsfrei möglich. Ein weiterer Vorteil: Es gibt für alle Schadensfälle nur einen Ansprechpartner, der sich um den Ablauf kümmert. Gemeldet werden muss die PV-Anlage bei der Wohngebäudeversicherung ohnehin – schließlich erhöht sie den Wert des Hauses und beeinflusst damit auch die Höhe der Versicherungssumme.

Jedoch sind manche Schäden nicht im Leistungsumfang einer Wohngebäudeversicherung enthalten. Experten zufolge kann das rund zwei Drittel der typischen Schäden an PV-Anlagen betreffen, darunter Schäden durch Marderbiss, Glasbruch oder Schäden durch Dritte (z. B. Vandalismus). Auch ein Stromspeicher wird in der Regel auf diese Weise nicht mitversichert. Daher ist je nach Leistungsangebot eine spezialisierte Photovoltaik-Versicherung sinnvoll. Sie wird auch Photovoltaik-Elektronikversicherung genannt. Beim Vergleich hilft die genaue Prüfung der Vertragsunterlagen.

Die Photovoltaik-Betreiberhaftpflichtversicherung

Das Risiko, dass dritte Personen durch eine PV-Anlage geschädigt werden könnten, ist eher gering. Beispiele für Versicherungsfälle wären etwa durch einen Sturm herabfallende Solarmodule, die Personen verletzen, oder ein durch die Anlage verursachtes Feuer, das auf das Nachbarhaus übergreift. Allerdings ist hier immer auch zu prüfen, inwieweit eventuell die Wohngebäudeversicherung oder die zuständige Montagefirma für solche Schäden aufkommt.

Dennoch sollten Sie auf eine Haftpflichtversicherung für eine PV-Anlage nicht verzichten, denn insbesondere Personenschäden können sehr hohe Kosten verursachen – sogar in Millionenhöhe. Moderne private Haftpflichtversicherungen bieten bisweilen an, den Haftpflichtschutz auch auf PV-Anlagen auszuweiten – mitunter sogar ohne zusätzliche Beiträge. Hier ist jedoch große Vorsicht beim Prüfen der Ausschlussklauseln geboten: Oft wird die Versicherung unter anderem im Zusammenhang mit der Stromeinspeisung (Verkauf von Solarstrom, kommerzielle Nutzung) ausgeschlossen, wovon nahezu alle PV-Anlagen betroffen sind.

Daher ist es in den meisten Fällen ratsam, eine zusätzliche Betreiberhaftpflicht für PV-Anlagen abzuschließen. Wer sich für eine Versicherung über die private Haftpflichtversicherung entscheidet, sollte das Kleingedruckte genau prüfen. 

Die Montageversicherung für Photovoltaikanlagen

Selbst die umfassende Allgefahrenversicherung für Photovoltaik greift in der Regel erst, wenn die PV-Anlage fertig installiert oder fachgerecht abgenommen wurde. Was passiert, wenn die Anlage bei der Lagerung auf dem Grundstück, aber vor der Installation beschädigt wird? In diesem Fall zahlt die Montageversicherung.

In den meisten Fällen ist eine Montageversicherung allerdings nicht nötig, denn wenn eine professionelle Firma sich um die Montage der Anlage kümmert, greift der Versicherungsschutz in der Regel bereits bei der Anlieferung. Anders sieht es aus, wenn man sich um Transport und Montage der Anlage selbst kümmert. Hier ist wiederum zu beachten, dass eine Montage durch Fachpersonal im Allgemeinen eine Voraussetzung für den Versicherungsschutz einer PV-Versicherung ist.

Während die Haftpflichtversicherung für Schäden durch die Photovoltaik- oder Solarthermieanlage aufkommt, deckt die Allgefahrenversicherung Schäden an der Solaranlage selbst ab. Normalerweise ist eine Ertragsausfallversicherung enthalten, jedoch nicht immer. Eine Montageversicherung ist besonders für Solarteure wichtig, da bereits durch kleine Unfälle große Schäden entstehen können.

Ertragsausfall einer Photovoltaikanlage versichern

Es sollte individuell abgewogen werden, ob eine Photovoltaik-Versicherung auch für den Ertragsausfall sinnvoll ist. Oft wird die Absicherung gegen Ertragsausfall als zusätzliche Option angeboten, die die Prämie erhöht. Um festzustellen, ob sich die höhere Prämie rentiert, ist es ratsam, den tatsächlichen Ertrag über einen längeren Zeitraum zu analysieren, idealerweise unter Berücksichtigung von Sommer- und Wintermonaten.

Eine Photovoltaik-Versicherung, die den Ertragsausfall einschließt, deckt sowohl den Ausfall des eingespeisten Stroms ab – was in diesem Fall den Wegfall der Einspeisevergütung kompensiert – als auch den entgangenen Eigenverbrauch. Dabei wird berechnet, welche Kosten entstehen, wenn der Strom zu höheren Preisen aus dem öffentlichen Netz bezogen werden muss. Wer diesen Aspekt zusätzlich zur herkömmlichen Photovoltaik-Versicherung abdecken möchte, sollte Abrechnungen und Zählerstände des letzten Jahres aufbewahren, um die Stromerzeugung und -verbrauch nachweisen zu können.

Es ist auch wichtig zu beachten, für welchen Zeitraum der Ertragsausfall abgesichert werden soll. Übliche Intervalle sind drei, sechs oder zwölf Monate. Es ist ratsam, die Prämienunterschiede in Betracht zu ziehen, um die beste Option zu wählen.

Immer gut beraten

Bitte überprüfen Sie die Versicherungsbedingungen gründlich, um herauszufinden, welche Verpflichtungen Sie als Versicherungsnehmer haben und welche Dokumente im Falle eines Schadens eingereicht werden müssen. Beachten Sie auch mögliche Höchstsummen, die als Obergrenze für Leistungen in der Photovoltaik-Versicherung festgelegt sind.

Oder Sie machen es sich einfach und fragen einfach uns! Denn wir achten genau auf diese Dinge, damit Sie immer gut abgesichert sind. Aber auf keinen Fall zuviel bezahlen. Wir sind die richtigen Ansprechpartner für alle Ihre Fragen. 

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